Zugegeben, eine Brotzeit mit Aufschnitt und Gemüse ist schnell gemacht und macht satt. Das Brot ist schnell besorgt, oder aus dem Tiefkühlvorrat hervorgezaubert, und etwas für drauf hat man auch meist im Kühlschrank. Wenn es dann aber nicht beim Frühstück bleibt und man auch noch abends das Gleiche wie morgens ist, kann es schnell eintönig werden, auch für die Gesundheit. Unser Körper mag Abwechslung, sei es in der Bewegung oder beim Essen. Einseitige Ernährung kann einen Mangel erzeugen, zum Beispiel wenn wir über das Auslassen von Gemüsesorten bestimmte Vitamine und Mineralstoffe nicht aufnehmen. Auch ein Übermaß an tierischen Produkten und Weizenmehl kann die Gesundheit belasten, wie immer mehr Studien zeigen.

In dem Bericht „vegan gesund“ der Alber Schweitzer Stiftung heißt es beispielsweise, dass „VegetarierInnen und VeganerInnen häufig ein geringeres Risiko haben, an sogenannten »Volkskrankheiten« wie beispielsweise Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Übergewicht zu erkranken – im Gegensatz zu Menschen, die viel Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst etc. konsumieren.“ In meinem Bericht geht es mir nicht darum von der veganen Ernährung zu überzeugen, sondern sich (s)einer gesunden Ernährung bewusst zu werden und ein Maß zu finden. Unabhängig von der Ernährungsweise, ist es wichtig, dass wir unseren Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Welche das sind, kannst Du ebenfalls in dem Bericht nachlesen.

Probier etwas Neues aus!

Wenn Du merkst, dass Brot zu oft auf Deinem Teller landet und Du Lust auf etwas Neues hast, dann kann ich Dich von Herzen ermutigen etwas Neues auszuprobieren, und zwar warm zum Frühstück zu essen. Besonders jetzt zur kühlen Winterzeit tut uns ein warmes Frühstück gut und stärkt uns für den Tag. Diese Idee stammt u.a. aus der Ernährungslehrer der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Konkret meine ich damit „Porridge“ in verschiedenen Varianten als Synonym für gekochtes Getreide. Hier im Blog stelle ich Dir meine Lieblingsrezepte vor.

Klassischer Haferporridge

4-5 EL Hafer zusammen mit 2 klein geschnittenen Datteln, 1 TL Leinsamem, 1 TL Kokosflocken und je einer Messerspitze Zimt und Kardamon und einer Prise Salz mit Hafermilch (alternativ jede andere Nussmilch) bedecken, aufkochen und auf kleinster Stufe mindestens 5 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf Hafermilch dazugeben und umrühren! Vor dem Servieren mit 1 TL gerösteten Sonnenblumenkernen und Obstkompott garnieren.


Veganer Milchreis

Ein super Sattmacher, der warm als auch kalt schmeckt. Die Kunst beim Milchreis ist es, ihn nicht anbrennen zu lassen. Auf eine Tasse Milchreis kommen 4 Tassen (Pflanzen)milch, die man zusammen aufkochen lässt. Das geht schnell, daher besser dabei stehen bleiben! Danach auf kleiner Stufe so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen und der Reis weich ist. Kurz vor dem Ausstellen noch mit einer Prise Salz, Zimt und wer mag etwas Reissirup würzen. Dazu schmeckt Kompott, Obst, Mandelmus, Bratapfel, …

Hirsebrei – süß und cremig

Hirsebrei klingt im ersten Moment vielleicht etwas altbacken, ist aber richtig zubereitet eine wunderbare Alternative zum süßen Brötchen. Der Trick: zusammen mit der Hirse und Wasser oder (Pflanzen)milch (Verhältnis 1:4 wie beim Milchreis) ganze Datteln mitkochen (1 Dattel auf 1 Tasse). Nach dem Aufkochen köcheln lassen und gut umrühren. Je nach Geschmack mit einer Prise Salz und Zimt würzen. Ganz wichtig: am Ende, nach circa 20 Minuten Kochzeit, den Brei so lange pürieren, bis er schön cremig ist.

Obst Kompott

Noch süß schmeckt Obst meist, wenn man es erwärmt und dünstet. Außerdem ist es dann auch für die Meisten besser verträglich. Ich hab zu Hause immer ein paar Gläser Kompott auf Vorrat und esse es täglich zu meinem Porridge oder als Nachtisch mit (Vanille)jogurt. In der TCM gibt es ein Heilmittel, dass man gleichzeitig als Bindemittel einsetzt: Kuzu. Gewonnen wird Kuzu aus einer Wurzel und als Stärke in Form von weißem Pulver weiterverarbeitet. Angerührt mit kaltem Wasser entsteht eine milchige Flüssigkeit, die Flüssigkeit in heißem Zustand festigt. Daher nutze ich Kuzu am Ende, um das Obst in Bio-Direktsaft gekocht zu festem Kompott zu binden. Damit habe ich nicht nur eine süße sondern auch eine gesunde Mahlzeit.

Mengenangaben für 1 Portion,
EL = Esslöffel, TL = Teelöffel

 

Ich persönlich habe vor über 4 Jahren die Erfahrung gemacht, wie gut es mir tut, wenn ich auf Industriezucker und tierische Produkte verzichte. Im BioGourmetClub, einer Kochschule und -akademie für bio-vegane Küche, habe ich vor über 4 Jahren gelernt nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zu kochen und so meine Gesundheit wieder ins Gleichgewicht zu bewegen. Für mich war es einer der größten Aha-Erlebnisse süß essen zu „dürfen“ ohne dabei Zucker essen zu müssen. Meine Erfahrung möchte ich mit Euch in diesem und den folgenden Berichten in diesem Monat im Rahmen meiner #dezemberchallenge „Gesund kochen!“ mit Euch teilen.